NEUE DEUTSCHE BIOGRAPHIE


 





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Die Neue Deutsche Biographie (NDB) informiert in knappen, wissenschaftlich fundierten Lexikonartikeln über verstorbene Persönlichkeiten, die durch ihre Leistungen politische, ökonomische, soziale, wissenschaftliche, technische oder künstlerische Entwicklungen wesentlich beeinflußt haben. Für den deutschen Sprach- und Kulturraum gilt die NDB mit ihren namentlich gezeichneten Originalbeiträgen seit Jahrzehnten als das maßgebliche biographische Lexikon.

Die NDB umfaßt den Zeitraum vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart und geht alphabetisch vor. Seit 1953 sind für den alphabetischen Bereich "A - Schwarz" 23 Bände mit mehr als 20 300 Biographien zu Einzelpersonen(mit eingehenden genealogischen Angaben, Werk- und Literaturverzeichnissen, Porträtnachweisen) und Familien sowie mit ausführlichen Registern erschienen. Das Gesamtwerk soll mit weiteren 4200 Artikeln in fünf Bänden bis zum Jahr 2017 zum Abschluß gebracht werden. Eine Entscheidung über Ergänzungsbände bzw. neue Publikationsformen steht noch aus. Der 23. Band wurde im Juli 2007 publiziert, im Februar 2010 wird mit dem 24. Band der Name "Stader" erreicht werden.

Bereits in den Jahren 1875 bis 1912 gab die Historische Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften mit der 56 Bände umfassenden Allgemeinen Deutschen Biographie (ADB) (Nachdruck 1967-1971, Internetversion aller Artikel zugänglich über die Bayerische Staatsbibliothek) ein erstes, bis heute viel benutztes biographisches Lexikon für den deutschsprachigen Raum heraus. Die NDB knüpft an die ADB an, ist aber ein selbständiges Werk mit Originalbeiträgen nach dem jeweils neuesten Forschungsstand. Die Auswahl der Artikel ist strenger, ihre Darstellungweise knapper und durch die genealogische Einleitung sowie das gesonderte Werk- und Literaturverzeichnis klarer strukturiert. Familienartikel eröffnen die Möglichkeit, Personen, die nicht in einem Einzelartikel berücksichtigt sind, in einem größeren Zusammenhang zumindest kurz zu charakterisieren. Sämtliche ADB-Artikel finden Eingang in das Register der NDB. Ihre Konzeption hat wissenschaftliche Standards gesetzt, an denen sich biographische Lexika des In- und Auslandes orientieren.

Nach 1945 wurde das Projekt eines neuen biographischen Lexikons von den Historikern Walter Goetz und Otto Graf zu Stolberg-Wernigerode energisch vorangetrieben. Die Unterstützung der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften konnte gesichert werden. 1949 übernahm wiederum der Verlag Duncker & Humblot die Drucklegung und den Vertrieb. Anders als bei der ADB, die fast ausschließlich allein durch Rochus von Liliencron redigiert worden war, wurde für die NDB eine Schriftleitung mit hauptamtlichen Mitarbeitern und einem ständigen Sekretariat in München eingerichtet. Graf Stolberg fungierte 1950-68 als erster Hauptschriftleiter. Ihm folgten Walther Bußmann (1968/69), Fritz Wagner (1969-87), Karl Otmar Frhr. v. Aretin (1987-98) und Hans Günter Hockerts (seit Oktober 1998).

Die Redaktion der NDB besteht aus dem Herausgeber und derzeit fünf weiteren wissenschaftlichen Redakteuren, die jeweils für bestimmte Fachgebiete zuständig sind, einem Bearbeiter für Digitale Editionen und EDV sowie zwei weiteren Mitarbeitern für Dokumentation, Bibliothek und Sekretariat. Die Redakteure wählen die zu berücksichtigenden Persönlichkeiten aus, vergeben die Artikel an kompetente Autoren und betreuen die Texte bis zur Drucklegung.

Die Zielsetzung der NDB ist gegenüber ihren Anfängen unverändert geblieben. Angestrebt wird eine breite historisch-biographische Erfassung aller Bereiche des deutschen Sprach- und Kulturraumes. Bei einem durchschnittlichen Umfang von 3/4 Lexikonseiten je Artikel können auch wichtige biographische Details wiedergegeben und Fragen der historischen Einordnung und Wertung erörtert werden. Die genealogischen Informationen dienen einer sozialgeschichtlichen Einordnung und enthalten Hinweise auf weitere im öffentlichen Leben bedeutsame Verwandte. Umfangreiche Register erschließen jeden einzelnen Band der NDB. Quellenangaben sowie Werk- und Literaturverzeichnisse geben zahlreiche Hinweise für weiterführende Forschungen.

Das Ausgangsmaterial der Redaktionsarbeit liefert eine kontinuierlich ergänzte biographische Dokumentation, die gegenwärtig etwa 140 000 Namen umfaßt. Es unterscheidet die NDB von anderen Lexika, daß sich die Redaktion ihr biographisches Archiv als Datengrundlage ihrer Arbeit selbst aufbaut.

Mit Förderung durch die Deutschen Forschungsgemeinschaft wurde in Kooperation mit der Bayerischen Staatsbibliothek ein Gesamtregister zu allen Artikeln der ADB und der NDB kumuliert. Diese Datenbank ist im Internet (seit 2001) und auf CD-ROM (2003, 3. Ausgabe 2007) sowie als Teil des europäischen Biographie-Portals (seit Juli 2009) zugänglich. Das digitale ADB- & NDB-Gesamtregister mit weiterführenden biographischen Informationen zu ca. 89.000 Personen bzw. zu ca. 130.000 Namen wird  laufend aktualisiert und erweitert.

Weitere Informationen zur Konzeption und zur Gestaltung der NDB-Beiträge sind den Richtlinien für Autoren zu entnehmen, die auf Wunsch auch bei der Redaktion angefordert werden können.
 

Erstellt: Aug. 1997

Aktualisierung: 5. 12. 2009



 

Inhaltsverzeichnis / Contents  English version
 

(1)  Kontakt und Impressum

(2) Aufgaben und Ziele der NDB

(3) Richtlinien für die Erstellung von Beiträgen für die NDB

(4) Musterartikel

(5) Übersicht der vorliegenden Bände

(6) Ressorts in der Redaktion der NDB

(7) Mitarbeiter(innen) in der Redaktion der NDB

(8) Personenregister zur NDB

(9) Autoren und Mitarbeiter der NDB

(10) Abkürzungsverzeichnis

(11) Anfrageformular

(12) Weiterführende Literatur zur NDB

(13) Weitere Angebote im Internet mit historisch-biographischen Inhalten

(14) Ergänzungen und Berichtigungen zur NDB


Die Internet-Präsentation der NDB wird seit 1997 betreut von Bernhard Ebneth.
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Zitiervorschlag: Neue Deutsche Biographie - Aufgaben und Ziele, Version April 2008: http://www.ndb.badw.de/ndb_aufgaben.htm

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Seite erstellt: Aug. 1997

Letzte Änderung: 5. 12. 2009


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